25.04, 11:00–12:00 (Europe/Berlin), Aktionsbühne
Seit Jahren werden dieselben Notfunk-Themen vorgetragen – und doch bewegt sich wenig. Dieser Vortrag versucht einen anderen Weg: mit Humor, Selbstironie und dem ehrlichen Blick auf das, was im Notfunk machbar ist – und was wir uns schlicht einreden. Für alle, die den Notfunk schon zu kennen glauben.
Notfunk ist eines der meistdiskutierten Themen im Amateurfunk – und eines der am häufigsten missverstandenen. Wir reden über Bundeslagen, während es im Ernstfall auf den Nachbarn ankommt. Wir diskutieren über Sprechfunkverkehr für die Feuerwehr, während die eigentliche Frage ist, wer die Antenne richtig ausrichten kann. Wir schreiben Handbücher, die niemand liest, und schrecken damit genau die Leute ab, die wir gewinnen wollen. Dieser Vortrag nimmt die heiligen Kühe des Notfunks mit einem Augenzwinkern aufs Korn – und zeigt, wie machbarer Notfunk aussieht: im Kleinen, mit Brücken zu denen, die schon längst funken, und mit dem, was Funkamateure wirklich können – Infrastruktur. Für alle, die den Notfunk schon zu kennen glauben – und bereit sind, das infrage zu stellen.
Oliver Schlag, DL7TNY, ist seit acht Jahren im Notfunk aktiv und hat in dieser Zeit gelernt, dass die meisten Erwartungen an den Notfunk an der Realität vorbeigehen. Als Notfunkreferent im DARC auf Bundesebene engagiert er sich für einen Notfunk, der machbar ist und nicht überfordert. Beruflich ist er IT-Unternehmer.